Profilbildung

Die aktuelle Fachentwicklung spiegelt sich in folgenden Akzentsetzungen in Forschung und Lehre, mit denen sich die Abteilung für Neuere Literatur des Deutschen Seminars im interdisziplinären Dialog der Tübinger Kulturwissenschaften positioniert:

Literatur- und Kulturtheorie: Ein erster Akzent liegt auf der theoretischen Vermessung des kulturwissenschaftlichen Feldes im literaturwissenschaftlichen Horizont. Institutionell sind die Probleme der Literatur- und Kulturtheorie im Bachelor-Studiengang ‚Germanistik‘ und im neuphilologischen Querschnitts-Masterstudiengang ‚Literatur- und Kulturtheorie‘ sowie in den geisteswissenschaftlichen Promotionsverbünden und Zentren verankert.

Text- und Wissenskulturen: Ein zweiter Akzent liegt auf der kulturpoetischen Funktion von Literatur bei der Überlieferung, Deutung und Herstellung von historischem, wissenschaftlichem sowie symbolischem Wissen. Institutionell sind die Probleme der Text- und Wissenskulturen im Bachelor-Studiengang ‚Germanistik‘, in den Master-Studiengängen ‚Deutsche Literaturgeschichte‘ und ‚Literatur- und Kulturtheorie‘ sowie in den geisteswissenschaftlichen Promotionsverbünden und Zentren verankert.

Inter- und Transkulturalität: Ein dritter Akzent liegt auf der Rolle von Literatur bei kulturellen Prozessen der Ein-, Aus- und Entgrenzung. Institutionell sind die Probleme der Inter- und Transkulturalität in den Bachelor- und Masterstudiengängen ‚Internationale Literaturen‘, dem zwischen Tübingen und Aix-en-Provence angesiedelten Master-Studiengang ‚Études interculturelles franco-allemandes‘, den neuphilologischen Erasmus-Mundus-Studiengängen ‚Crossways in European Humanities‘ (Master) und ‚Literary Studies in Cultural Interzones‘ (PhD) sowie in den geisteswissenschaftlichen Promotionsverbünden und Zentren verankert.

Intellectual History: Ein vierter Akzent liegt auf der Geschichte und Theorie der Literatur im Kontext ideen- und sozialgeschichtlicher Fragestellungen. Institutionell sind die Probleme der Intellectual History im Bachelor-Studiengang ‚Germanistik‘, im Master-Studiengang ‚Deutsche Literaturgeschichte‘, im interdisziplinären Promotionsstudiengang ‚Intellectual History. Vormodernes Europa 1200-1800‘ sowie in den geisteswissenschaftlichen Promotionsverbünden und Zentren verankert.